Übersicht aller Lochdurchmesser für Großformat Objektivplatinen (Compur, Copal & Compound)
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Was sind Objektivplatinen?
Objektivplatinen werden in der Großformatfotografie verwendet, um das Objektiv samt Verschluss an der Kamera zu befestigen.
Verschiedene Kamerasysteme verwenden dabei verschiedene Objektivplatinen, die sich sowohl in der Größe als auch in der Form unterscheiden.
Wir bieten momentan Objektivplatinen in fünf verschiedenen Ausführungen an (nach Größe geordnet):
- 80 x 80 mm Objektivplatinen für Horseman 45FA, 45HD, VH
- 92,5 x 94 mm Objektivplatinen für Graflex Crown & Speed Graphic
- 96 x 99 mm Objektivplatinen für Linhof, Technika, Ebony, Tachihara, Wista, Shen Hao, Chamonix
- 110 x 110 mm Objektivplatinen für Toyo Field 4x5 45A II CF A AR AII AX
- 140 x 140 mm (effektiv 139,7 mm) Objektivplatine für Sinar & Horseman View
Je nach Größe und Brennweite des verwendeten Objektivs muss die Objektivplatine zudem einen bestimmten Lochdurchmesser besitzen. Objektivplatinen werden in der Regel vom Kamerahersteller vorgebohrt geliefert. Wenn jedoch keine Ersatz-Objektivplatine verfügbar ist, muss eine solche maßgefertigt werden. Wir liefern solche maßgefertigten Objektivplatinen in diversen Größen und mit verschiedenen Lochdurchmessern.
Der Durchmesser des gebohrten Lochs wird allgemein als „Copal-Nummer" bezeichnet. Wir bieten die oben aufgelisteten Objektivplatinen mit allen gängigen Copal-, Compur- und Compound-Lochdurchmessern an.
(Hinweis: Die maximal wählbare Lochgröße wird durch das Außenmaß der jeweiligen Objektivplatine limitiert.)
Copal-Verschlüsse
- Copal #0 — 34,6 mm
- Copal #1 — 41,6 mm
- Copal #3 — 65,0 mm
- Copal #3S — 64,1 mm (Variante des #3 mit kleinerem hinteren Gewindedurchmesser; oft auch als 64,5 mm angegeben)
Auffällig: Einen „Copal #2" gibt es nicht. Nidec Copal hat diese Größe für Großformatobjektive übersprungen — der Sprung geht direkt von #1 auf #3. Das verwirrt Einsteiger manchmal, ist aber korrekt.
Compur-Verschlüsse (historische Größen)
- Compur #00 — 26,3 mm
- Compur #0 — 34,6 mm
- Compur #1 — 41,6 mm
- Compur #2 — 52,5 mm (es gab verschiedene Versionen von Compur II und Compur II 5/2)
- Compur #3 — 65,0 mm
Compound-Verschlüsse (historische Größen)
- Compound Dagor — 38,0 mm
- Compound #3 Hülse 7 — 63,2 mm
- Compound #4 Hülse 9 — 69,1 mm
- Compound #4 Hülse 10 — 80,0 mm
- Compound #5 Hülse 12 — 93,4 mm
Hinweis: In manchen Fällen sind die Lochdurchmesser für Copal und Compur identisch — z. B. bei #0 (beide 34,6 mm).
Recessed- und Blank-Varianten
Wir liefern die Objektivplatinen zudem auch in der „Recessed"-Variante. Hier ist die Öffnung nach innen versetzt (in der Regel um 12 mm oder 17 mm, abhängig vom Kamerasystem), was die Verwendung besonders weitwinkliger Objektive ermöglicht.
Objektivplatinen, die mit „Blank" gekennzeichnet sind, werden ohne Bohrung geliefert und eignen sich für alle, die eine ungewöhnliche Objektivgröße haben und das Loch selbst bohren wollen.
Praxistipps für den Einbau
- Verdrehschutz-Pin: Fast alle Zentralverschlüsse besitzen auf der Rückseite eine kleine vorstehende Schraube, die den Verschluss in der Platine gegen Verdrehen sichert. Bei maßgefertigten Objektivplatinen fehlt die passende Kerbe — sie muss entweder nachgefeilt oder die Schraube aus dem Verschluss entfernt werden.
- Dezentrierte Bohrung: Bei Linhof-Technika-Objektivplatinen (96 x 99 mm) ist die Bohrung werksseitig oft nicht exakt mittig, sondern leicht nach unten versetzt, damit die optische Achse korrekt zum Film zeigt. Wer eine Blank-Platine selbst bohrt, sollte diesen Versatz einplanen.
Video: So montiert man ein Objektiv auf eine Objektivplatine
David Hancock zeigt in diesem Tutorial, wie ein Objektiv mit Copal-Verschluss korrekt auf einer Objektivplatine montiert wird:
Maßgefertigte Objektivplatinen von Ausgeknipst
Wir fertigen Objektivplatinen in 5 Größen mit allen gängigen Copal-, Compur- und Compound-Lochdurchmessern — auch als Recessed- und Blank-Variante.
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